KubinKabinett im Badhaus zu Leogang

Badhaus mit Birnhorn im Hintergrund

Detaillierte Informationen auf der Homepage: www.kubinkabinett.at
oder per Email: helgagonsior@tele2.at


Bad Leogang, im Volksmund „Bad Haus“ genannt, liegt nur wenige Minuten nördlich des Bahnhofes in reizender Lage. Das Heilbad, dessen Eisen- und Aluminiumquelle gute Wirkung gegen Katarrh, Rheuma, Blutarmut, Skrofulose und Nervenleiden zeigt, hat keinen  öffentlichen Kurbetrieb mehr.
Bad Leogang wird bereits im 15. Jahrhundert neben dem Wildbad Gastein urkundlich erwähnt. Im Urbar 1310 steht:   „ Ain Badhaus sambt darzue gehörigen Garten und ain Angerl in Weiszbach in der Leogang“.
 
Im 16. Jahrhundert wird Leogang zunehmend als Badeort gewählt, vorwiegend von Adeligen. Wie aus der Hauschronik ersichtlich ist, hält sich der Landesfürst Erzbischof Michael von Kuenburg, 1559 nach einer Krankheit längere Zeit in Leogang auf. Nach Urbar 167 tritt als erster Besitzer bzw. als Lehensmann ein „Hans Prantsteter Padmaister im Weiszbach in der Leogang“ auf. Dieser dürfte die besondere Gunst des hohen Kurgastes erworben haben, denn im Anlaitlibell von 1556 – 1578 ist zu lesen: „Dem Hans Prantsteter ist durch Erzbischof Graf Kuenburg (1556 – 1560) seelig ain Haus und stallung sambt einem Gärtl bey seinem pad zum Weiszbach in der Leogang auf Zehenten vergundt...“. Besitzrechtlich war Bad Leogang hofurbar, der Erzbischof war Grundherr.
 
Heinrich Wallmann schreibt 1862 in seinem Buch „Die Heilquellen und Torfbäder des Herzogtums Salzburg“: „Das Bad besteht aus einem größtenteils gemauerten Bauern-Wirtshaus und einer hölzernen Badehütte mit in fünf Badezimmern untergebrachten 17 Wannen und einem Wärmekessel. Neben der Badehütte ist ein Speisezimmer aus Holz...“.
 
1937 erwirbt Baron Theobald von Seyffertitz das Badhaus und das Gut Schratteneck. Bad Leogang erlebt zu dieser Zeit einen neuen Aufschwung.
Der Baron lässt die Quelle von Prof. E. Fugger analysieren. Auf Grund dieses Gutachtens wird die das Badhaus speisende Quelle von der Salzburger Landesregierung 1938 wieder zur Heilquelle erklärt.
 
Der in Leogang hochangesehene Baron baut das Bad Leogang zu einem Herrschaftsbesitz mit Fremdenpension aus und kann zahlreiche prominente Persönlichkeiten, u.a. Prof. Theodor Heuss – späterer Deutscher Bundespräsident, Herbert von Karajan, den bekannten Schriftsteller Eugen Roth, den Bienenforscher und Nobelpreisträger Karl von Frisch als seine Gäste begrüßen.
 
1956 wird das Haus vorübergehend Flüchtlingen aus Ungarn zur Verfügung gestellt.
 
1960 wird „Bad Leogang“ von Frau Edith Rohracher erworben und als Gasthaus geführt. Ein deutscher Landkreis führte bis 1995 ein Jugendheim.
 
1997/98 wird das Badhaus von Familie Dr. Otto und Annegret Paulick erworben und nach historischem Vorbild restauriert.
 
15. Mai 1999: Eröffnung des Alfred Kubin Kabinetts im Badhaus, mit einer bedeutenden Privatsammlung.